Winfried Mall

Diplom-Heilpädagoge (FH)

Einleitung (Fortsetzung)

Junge mit Down-SyndromDie Faszination dieser Menschen, mit denen die meisten in unserer Gesellschaft eher nichts zu tun haben wollen, ja die allzu rasch als "unnütze Esser" angesehen und vor nicht allzu langer Zeit als "unwertes Leben" klassifiziert und ihrer Daseinsberechtigung beraubt wurden, hat sich mir bis heute erhalten. Ich erlebe sie oft als sehr originelle, kreative Persönlichkeiten, deren Lebenswillen sich an meist enormen Widrigkeiten bewähren musste.

Mit der Zeit realisierte ich, wie viel diese Leidenschaft mit meiner persönlichen Geschichte zu tun hat. Indem ich ihre Themen deutlicher wahrnahm, lenkten diese Menschen meinen Blick auf eigene Themen, in denen sich Mangel und Versagen angehäuft hatte, und ermöglichten mir eigenes inneres Wachstum. Ich verstand auch immer besser, welch wichtigen Beitrag diese Menschen an das Wohlergehen unserer Gesellschaft leisten, indem sie - notgedrungen - einen Gegenentwurf zur gegenwärtigen Überbewertung von Leistung, "Schönheit" und Erfolg leben - wahrlich wertvolle und unverzichtbare Mitglieder unserer Gesellschaft.

Diese beiden Aspekte - verstehen wollen und Verständigung ermöglichen - haben mein berufliches Schaffen bis heute geprägt:zu verstehen versuchen

  • Mit dem Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen ist es gelungen, einen Verständnishintergrund zu formulieren, der
    • die Lebenthemen von Menschen mit geistiger Behinderung benennt,
    • dabei deutlich macht, dass dies auch zentrale Lebensthemen aller Menschen sind,
    • und das in einer Sprache, die mit Alltagsbegriffen versucht, innere Bilder zu erzeugen und so ein inneres Nachvollziehen der Lebenswelt des andern zu erleichtern.
  • Die Umgangsweise der Basalen Kommunikation bietet einen konkreten Weg der Verständigung,
    • der vom andern nichts voraussetzt,
    • sondern ihm konsequent da begegnet, wo er ist,
    • und die "Kommunikationsmittel" nutzt, die ihm zu eigen sind.

Machen Sie sich gern selbst ein Bild, wie weit diese Themen auch Sie ansprechen und Ihnen im gemeinsamen Leben und Arbeiten mit Menschen mit geistiger Behinderung eine Hilfe sind.


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